Vereinstreffen vom 08.05.2015 Vivantes Klinikum am Friedrichshain

Seit meiner Mitgliedschaft im Dezember 2010 kann ich mich nicht erinnern, das ein Treffen unseres Vereines von so wenig Mitgliedern besucht wurde. War nun das Thema Diagnoseverfahren zur Ermittlung von Kopf-Hals-Tumoren und deren Therapie daran „Schuld“ – oder der Veranstaltungsort – oder das die Bahn gestreikt hat? Was mich zusätzlich irritiert hat war, das wir wenigen Mitglieder die erschienen sind, gut und gerne eine Dreiviertelstunde vor Beginn (15 Uhr) vor verschlossenen Türen standen, und erst zehn Minuten vor 15.00 Uhr eingelassen wurden. Aber auch nur, weil unser Vorsitzender Michael Ley sich die zur Öffnung einer verschlossenen Tür sehr hilfreich erweisende Schlüssel besorgt hat. Genießt unser Verein nicht mehr genügend Wertschätzung bei den zuständigen Stellen der Krankenhäuser, nicht mindestens 30 Minuten vor Beginn eines solchen Treffen den Tagungsort zugänglich zu machen?– ich weiß es nicht.
Nun gut – nach dem gegen 15.15 Uhr Michael Ley dann nach drapieren der Keksteller fertig war und kurz und knackig das Treffen eröffnete, begann Herr Marius Oepke – HNO-Facharzt – mit seinem PowerPoint unterstützten Vortrag zum Diagnoseverfahren zur Ermittlung von Halstumoren, und hat sich dabei ausschließlich der Diagnose Kehlkopfkrebsfrüherkennung gewidmet, als auch der Nachsorge was seinem Hauptbetätigungsfeld am Vivantes Friedrichshain ausmacht. Dabei wurde sehr deutlich, das jedes Jahr das dazu kommt die Diagnostik verbessert wird. Was vor fünf Jahren schwer war zu sehen bzw. zu erkennen war, ist heute mit wesentlich verbesserter Technik im CT/MRT/PET-CT Bereich aber auch Sono wesentlich besser und sicherer möglich. Selbstverständlich bleibt aber jeder Patient ein Einzelfall. Bei dem Einen ist bzw. sind die Diagnosen sehr schnell und „leicht“ zu stellen, bei Anderen bedarf es weiterer Untersuchungen. Die Standards zur Erstellung immer sicherer Diagnosen verbessern sich Jahr für Jahr. Trotz aller Verbesserungen gehört z.B.: die Tastuntersuchung rund um den Halsbereich weiterhin zum unverzichtbaren Anfang einer Untersuchung. Nach gut 15 Minuten war er am Ende seines Vortrages angelangt, und stand für Fragen zur Verfügung. Da so ziemlich alles klar und gut von ihm vorgetragen wurde, und kaum Fragen gestellt wurden, begann dann auch ohne Verzögerung Herr PD Dr.Michail Plotkin Nuklearmediziner mit seinem ebenfalls durch PowerPoint unterstützten Vortrag. So hat auch er die verbesserte Technik von heute gegenüber den letzten 5 Jahren herausgestellt, und den ständigen Fortschritt der technischen Möglichkeit(en) begrüßt. Sich jedoch nur alleine auf dem Weg der Diagnose auf die Technik zu verlassen ist der falsche Weg. Dazu gehört für ihn unverzichtbar dazu, sich ständig und intensiv mit allen Beteiligten – Patient – Angehörige – operierende Ärzte auszutauschen. Nur so ist es möglich, bereits im Frühstadium, gemeinsam die notwendigen Schritte vor einer OP bis hin zur Nachsorge zu finden und abzustimmen. Er bedauert nach wie vor, das es leider nach wie vor fast unmöglich ist, ambulant bei Verdacht von Kopf- Halstumoren alle technischen Möglichkeiten anwenden zu können, da die Kostenübernahme z.B.: beim PET-CT durch die gesetzlichen Kassen leider immer noch überwiegend abgelehnt wird. Insoweit hält er es weiterhin für unverzichtbar, seitens der Ärzteschaft und eben auch der Selbsthilfevereine diese Barriere gemeinsam zu „knacken“. Ob es in den nächsten 5 Jahren gelingt bezweifelt er jedoch stark. Als auch sein Vortag nach gut 20 Minuten beendet war, und auch hier wenig nachgefragt wurde, beendete Michael Ley gegen 16.05 Uhr das Treffen. Er bedankte sich mit schönen Worten bei den Referenten, und wünschte allen einen unbeschwerten Weg nach Hause. Ferner wies er vorausschauend auf unser nächstes Treffen – Tagesseminar in Buckow- am Freitag, den 03.07.2015 hin – Beginn: 10.00 Uhr -. Einladungen werden noch rechtzeitig auf dem Postweg versandt. Was mir an diesem Treffen besonders gut gefallen hat war, das sowohl Herr Oepken als auch PD Dr. Plotkin es vermieden haben, nicht im Themengebiet des Anderen „gewildert“ zu haben, obwohl sie es gekonnt hätten. So wurden Wiederholungen auf eine ganz tolle Art und Weise vermieden, und dadurch zu keiner Zeit uninteressant oder gar langweilig! Allen, die Ihr nicht erscheinen konntet, wünsche ich an dieser Stelle beste Genesung bzw. alles Gute, um uns am 03.07.2015 in Buckow/Märkische Schweiz Immanuel Reha-Klink – in toller Umgebung „Hallo“ zu sagen
Ihr/Euer
Manfred Götze

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