Vereinstreffen am 29.10.2015

Liebe Mitrglieder, Förderer und Freunde unseres Vereines,
so gut besucht wie an diesem Tag habe ich schon lange den Konferenzraum des Charité Campus Rudolf-Virchow Klinikum nicht mehr gesehen. Mit dem Thema: Auswirkungen von Halstumoren auf Nase und Ohr – Referent PD Dr.med.Dr. Önder Göktas – hat der Vorstand wohl den Nerv und die Neugier vieler Vereinsmitglieder und Angehörigen getroffen. Der Raum war bis auf den letzten Stuhl gefüllt, so dass noch Zusatzstühle in der zweiten Reihe aufgestellt werden mußten, um allen Anwesenden einen Sitzplatz bereit zu stellen. Was mir nicht nur an diesem Tag bzw. Treffen aufgefallen ist, es fehlten diesmal in Gänze, Vertreterinnen oder Vertreter der Hilsmittelfirmen? Schade auch insoweit, als dass zum Beispiel beim Thema Riechschlauch die Frage gestellt wurde, warum dieser nicht zur Erstausstattung gehört, und warum nicht besser ein Mundstück wie beim Wassertheraphiegerät oder Schnorchel verwendet wird? Dieses wäre wesentlich entspannter in der Handhabung als das bisher verwandte. Gerne hätten wir hierzu eine Vertreterin oder Vertreter einer Hilfsmittelfirma gehört.
Dr.med. Göktas stellte gleich am Anfang klar, dass er nicht an einem Monolog, sondern vielmer an einem regen Dialog interessiert sei. Seine PowerPoint Folien ließe er dann ergänzend und erklärend laufen. Das brach so gleich den Bann bei seiner ersten Frage: Wer stört bzw.vermisst den Geruchsverlust und wen eher nicht?— na was denkt Ihr, die aus persönlichen, Krankheits oder auch anderen Gründen den Weg nicht geschafft habt?– das Verhältnis war 70 % zu 30 % – ein Ergebnis, dass Dr.med. Göktas nicht anders erwartet hat. Dieses hat er dann auch so gleich in einer seiner Folien unter Beweis gestellt. Eines jedoch kann er niemanden dabei abnehmen, wer den Bulbus olfactorius nicht regelmäßig trainiert, der verliert Jahr um Jahr mehr den Geruchssinn. Das Riechen wie gesagt ist von der Größe und Umfang des Bulbus olfactorius abhängig. So steht fest, je kleiner oder gar nicht der Bulbus olfactorius ist, desto weniger bis gar nicht können Gerüche war genommen werden. Fest steht auch, dass Bestrahlung den Bulbus olfactorius nicht zerstört oder verkleinert. Bei Chemotheraphie sieht es unter Umständen anders aus. Fazit: Wer vor der Laryngektomierung schon schlecht gerochen hat, der wird anschließend auf gar keinen Fall besser riechen können. Der Verlust des Bulbus olfactorius ist nicht reparabel oder zu ersetzen. Insoweit hilft bei uns wegen fehlender Nasenfunktion nur das Training mit dem Riechschlauch – ca. 10 Minuten am Tag. Wer diesen Begehren sollte, wendet sich bitte an seine Hilfsmittelfirma. Etwa nach 1 1/2 Stunden ca. 17.30 Uhr bedankte sich unser Vorsitzender Michael Ley bei PD Dr.med. Göktas für den toll gestalteten Nachmittag, und allen denjenigen, die sich mehr oder weniger an den offenen Beiträgen beteiligt haben. Er schloß nicht zuletzt noch mit dem Hinweis unser wieder am 10.Dezember 2015 ab 15 Uhr beginnenden Weihnachtsfeier in den Zille-Suben im Nikolaiviertel, wo er froh wäre, mindestens genauso viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen zu können. Es wäre wunderbar, mal wieder eine Stärke von 60 Personen zu unser Weihnachtsfeier begrüßen zu können. Dort kann eben ohne Beiträge zu oder mit unser Krankheit, nett und ungezwungen unterhalten, getrunken und gegessen werden. In diesem Sinne auf ein Wiedersehen am 10.12.2015
Ihr/Euer Manfred Götze

Hier sind die Fotos von Lothar Adler vom Treffen

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